Sachsen

PISA-Rekordtief: Deutschland muss endlich die richtigen Prioritäten setzen

Die neuen PISA-Ergebnisse sind das nächste bildungspolitisches Alarmsignal. Deutschland erreicht bei den 15-Jährigen mit 464 Punkten in Mathematik, 465 Punkten im Lesen und 486 Punkten in den Naturwissenschaften die jeweils niedrigsten Werte seit Beginn der PISA-Erhebungen.
Besonders alarmierend: Rund ein Drittel der Jugendlichen erreicht beim Lesen und in Mathematik nicht einmal die grundlegenden Kompetenzstufen.

Das ist nicht einfach ein Corona-Problem. Der Abwärtstrend hat bereits vor der Pandemie eingesetzt und hat sich seit etwa 2018 nochmals deutlich beschleunigt. Corona hat die Entwicklung offenbar verschärft, kann sie aber nicht allein erklären.

Standards dürfen nicht dauerhaft abgesenkt werden

Während der Corona-Lockdowns musste das Bildungssystem außergewöhnliche Bedingungen bewältigen. Unterricht fiel aus, Lernzeit ging verloren und Leistungsanforderungen mussten teilweise angepasst werden.

Was danach aber nicht passieren darf, ist eine dauerhafte Absenkung der Erwartungen. Wenn Schüler durch die Pandemie Lernrückstände aufgebaut haben, muss die politische Antwort lauten: Lernrückstände aufholen – nicht Standards dauerhaft absenken.

Deshalb sollte überprüft werden, welche während der Pandemie vorgenommenen Anpassungen bei Leistungsanforderungen, Prüfungen und Versetzungen inzwischen wieder zurückgenommen werden müssen. Das Ziel sollte sein, die fachlichen Anforderungen wieder auf das Niveau vor der Pandemie beziehungsweise auf verbindlich definierte Bildungsstandards anzuheben.

Deshalb fordern wir ausdrücklich, die Bildungsstandards wieder auf ein hohes Niveau anzuheben und keine weitere Absenkung des Anforderungsniveaus.

Schluss mit der Noteninflation

Ein zweites Problem verdient wesentlich mehr Aufmerksamkeit: Noten dürfen nicht zu einem Schönwetterindikator werden. Eine gute Note muss grundsätzlich bedeuten, dass ein bestimmtes Leistungsniveau tatsächlich erreicht wurde.

Die politische Konsequenz sollte deshalb nicht lauten: Noten abschaffen. Sondern: Leistung wieder ehrlich messen.

Wer eine 2 in Mathematik bekommt, sollte auch nach einem bundesweit vergleichbaren Maßstab über solide mathematische Kompetenzen verfügen. Was machen die Vertreter der Kultusministerkonferenzen (KMK) denn ständig, wenn sie kürzen, optimieren und mehr vergleichen wollen? Nichts davon hat bisher zu Erfolgen geführt.

Und die Probleme beginnen nicht erst in der Schule

Ein weiterer Punkt wird in der PISA-Debatte häufig unterschätzt: Wenn ein Kind mit erheblichen Entwicklungs-, Sprach- oder Konzentrationsproblemen in die erste Klasse kommt, kann die Grundschule diese Defizite nicht einfach wegzaubern. Deshalb muss bereits die frühkindliche Bildung stärker in den Blick genommen werden.

Die offenen Konzepte der Kindergartenlandschaft und den Horteinrichtungen machen das Fehlen von strukturierten Lernprozessen, Konzentration, Selbstregulation, Regeln und verbindlichen Arbeitsabläufen immer deutlicher. Gerade bei jüngeren Kindern kann selbstständiges und offenes Lernen nicht einfach vorausgesetzt werden. Das ist der entscheidende Punkt: Selbstständigkeit entsteht nicht dadurch, dass man Kindern möglichst viele Strukturen wegnimmt. Sie muss gelernt werden.

Kindertagesstätten sollten deshalb neben Freiräumen und spielerischem Lernen auch zuverlässig vermitteln:

Sprache und Sprachverständnis
Konzentrationsfähigkeit
Feinmotorik
Mengen- und Zahlenverständnis
soziale Regeln
Frustrationstoleranz
Selbstregulation
Zuhören und Aufgabenbefolgung
Vorbereitung auf strukturierte Lernprozesse

Und genau hier liegt die grundsätzliche bildungspolitische Debatte:

Wir können viel Zeit damit verbringen, über neue Verwaltungsinstrumente, immer neue pädagogische Konzepte und die Organisation von Schule zu diskutieren. Aber am Ende zählt eine viel einfachere Frage: Kann ein 10-Jähriger in der 4. Klasse sicher lesen, schreiben und rechnen?

Eine Schüler-ID kann das nicht garantieren.
Weniger Hausaufgaben können es nicht garantieren.
Und auch eine spätere Gedenkstättenfahrt kann es nicht garantieren.

Was wir brauchen, ist kein Wettbewerb um die modernste Bildungsidee. Wir brauchen ein Bildungssystem, das wieder zuverlässig Bildung vermittelt. Auch mit einer Bildungspflicht wie von uns gefordert, die keine Abschaffung der Schulpflicht – wie gern von Altparteien und Haltungsmedien vermittelt – darstellt, sondern eine sinnvolle Ergänzung zum Schulalltag bildet!

PS: Dass diese erneute Studie eine der Hauptursachen, die Migration nach Deutschland, bewusst verschleiert erwähne ich hier nur der Ordnung halber. Unsere Standpunkte dazu sind sonnenklar und bestätigen immer wieder unsere Forderung nach Remigration. Ich werde mich deshalb nicht weiter dazu äußern.

Allen Schulanfängern wünsche ich einen tollen Schulstart

Nun ist er für euch da, der große Tag – nicht nur für Eure Eltern, Oma, Opa, Tanten und Onkel oder eure Geschwister.
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt – mit neuen Freunden, einem neuen Umfeld in Schule und Hort und den sollt ihr ordentlich feiern.
Über 37.000 Schulanfänger in Sachsen genießen erneut ihre Feierstunde. Wir werden weiter gegen den Unterrichtsausfall, fehlende Lehrkräfte, den gescheiterten Integrationsansatz und für bessere Lernbedingungen kämpfen, damit ihr die besten Bedingungen der Bildung in Sachsen habt.
Ich wünsche Euch schöne Stunden mit euren Familien, Freunden und Verwandten.

Allen Schülern die ab kommender Woche wieder nach über 6 Wochen Ferien die Schulbank drücken müssen: vergesst am Montag eure unterschriebenen Zeugnisse nicht und den großen Rucksack für die neuen Schulbücher.

AfD-Anfragen decken auf: CDU macht weiter mit Werbung für Geschlechtsumwandlungen an unseren Schulen!

Die AfD-Abgeordneten Tobias Heller und Roman Golombek haben bei CDU-Kultusminister Conrad Clemens nachgefragt, warum der Verein „Gerede e.V.“ an Schulen Werbung für Geschlechtsumwandlungen machen kann und sich parteipolitisch einseitig positionieren darf, obwohl es das Neutralitätsgebot gibt.

Im ersten Fall geht es um ein Sexualprojekt in der siebten Klasse der Oberschule „Am Kupferberg“ in Großenhain (Drs. 8/7582).
Clemens gibt in seiner Antwort auf die Anfrage einen Verstoß gegen das Schulgesetz zu. Die Inhalte des Sexualprojekts wurden den Eltern vorab nicht mitgeteilt.

Im zweiten Fall geht es um ein Gymnasium in Löbau (8/7518). Minister Clemens kündigte an, dass die fragwürdige Sexualerziehung trotz der Kritik von Eltern und Schülern im November 2026 fortgesetzt wird.

Dazu erklärt Tobias Heller:
„Dass linke Vereine ohne Anwesenheit von Lehrern im Unterricht Werbung für Transsexualität machen, ist inzwischen längst bekannt. Die CDU hatte lange genug Zeit, diese Projekte einzustellen. Weil das nicht geschehen ist, müssen wir davon ausgehen, dass die CDU inhaltlich voll und ganz hinter diesen Angeboten steht.“

Roman Golombek ergänzt:
„Weder die Werbung für Geschlechtsumwandlungen noch die Hetze gegen eine bestimmte Partei dürfen an unseren Schulen geduldet werden. Statt die Qualität des Deutsch- und Mathe-Unterrichts zu verbessern, gewährt die CDU linken Ideologen an unseren Schulen Narrenfreiheit. Schluss mit dieser Indoktrination!
Die AfD fordert eine Konzentration auf die Vermittlung der wichtigsten Inhalte. Wenn das endlich wieder gut gelingen würde, wäre das schon ein Meilenstein.“

Winterferien in Sachsen

Heute gab es die Halbjahresinformationen in unseren sächsischen Grund- und Oberschulen sowie den Gymnasien. Viele von Euch waren sicher sehr fleißig und haben sich die kommenden beiden Ferienwochen verdient. Also werft die Beine hoch und macht mit Oma, Opa, Mama, Papa und Freunden worauf Ihr Lust habt. Ich wünsche Euch schöne Winterferien!

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