Bei bestem Frühlingswetter fand am heutigen Freitag im Wermsdorfer Wald eine besondere Tagung statt. Der Sachsenforst hatte zur „14. Wermsdorfer Regionaltagung“ eingeladen – passenderweise zum „Internationalen Tag des Waldes“. Das zweifelsfrei kontroverse Thema: „Der Wald im Klimawandel – Chancen und Risiken alternativer Baumarten“!
Im Schatten dieser verschiedenen Baumarten hat der Sachsenforst eine sehr gut organisierte und lehrreiche Veranstaltung durchgeführt. Das Interesse war groß: Neben weiteren Abgeordneten waren unter anderem auch Vertreter von Kommunen und Behörden, aber auch Forstunternehmer und Privatleute vor Ort. An sechs Stationen konnten sie sich u.a. über waldbauliches Handeln, Klimaprognosen für Sachsen und zukunftsfähige Baumarten informieren und diskutieren. Es referierten beispielsweise fachkundige Beamte, Forstwissenschaftler, Vertreter des Staatsbetriebs Sachsenforst und auch ein Archäologe!
Dass sinnvolle Lösungen auf aktuelle Probleme wie zunehmende Dürreperioden, ansteigende Durchschnittstemperaturen und Waldsterben keineswegs einfach sind, hat dabei das Beispiel der Roteiche gezeigt.
Denn die ursprünglich aus Nordamerika stammende Baumart bietet schnelles Wachstum. So erscheint sie manchen forstwirtschaftlichen Akteuren als einfache Lösung in Zeiten des angeblich existenzbedrohenden Klimawandels. Leider hat diese Baumart jedoch auch Schattenseiten vorzuweisen! Dazu zählen unter anderem die gleichfalls bei Verletzungen vorhandene Anfälligkeit für Schädlingsbefall und Pilze. Und im Gegensatz zur heimischen Traubeneiche kann das Holz der Roteiche in weniger Bereichen gewerblich verarbeitet werden. Ihr forstwirtschaftlicher Wert ist auch deshalb geringer! Auch vielen Anwesenden waren diese Umstände durchaus bekannt.
Umso erfreulicher ist es, dass hier Lösungen offen und ohne Scheuklappen und Berührungsängste besprochen wurden. Solche Veranstaltungen sollte es öfter geben!